Mit dem Computer in die Badeferien?

Geschrieben am 12. Mai 2010
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Das Netbook, der kleine Bruder des Notebooks, ist klein und leicht. Es fliegt offenbar gern mit in die Badeferien.

Von einem befreundeten Ehepaar aus der Region Basel, Brigitte und Dani, habe ich schon einige Zeit nichts mehr gehört. Da empfange ich aber plötzlich ein E-Mail mit fröhlichen Grüssen aus deren Badeferien in Thailand. Da staunte ich schon ein bisschen: mich erreichen ab und zu Reisegrüsse aus aller Welt von Freunden und Verwandten, aber normalerweise per SMS. Das mache ich selber ja auch. Obschon wahrscheinlich die Post nicht ihre helle Freude daran hat, ist das aber doch eine heute akzeptierte Art, mit dem Handy gleich serienweise und höchst kostengünstig einen aufgestellten Gruss aus der Ferne nachhause zu schicken. Der kommt erst noch sicher und schnell an (und garantiert vor meiner eigenen Rückkehr).

Ich schrieb ihnen schmunzelnd (aber etwas neidisch) gleich zurück, die zwei „mittelalterlichen“ Freaks würden offenbar noch ihr Notebook in die Ferien mitschleppen. Ich nahm mal an, dass sie sich zum E-Mailen nicht im Hotel in die Internetecke bemühen und eine vielleicht nicht billige Gebühr zahlen würden. Prompt kam die begeisterte Antwort, sie könnten sich heute eine Reise um die halbe Welt ohne ihr heiss geliebtes handliches Netbook gar nicht mehr vorstellen. In den Hotels, wo sie absteigen, gebe es überall WLAN gratis und die Verbindung ins Internet und für E-Mails funktioniere stets tadellos. Das gebe ihnen Verbundenheit mit zuhause, zum Beispiel zur ins Alter gekommenen Mutter, sowie auch Sicherheit, bei einem negativen Ereignis sofort und umfassend erreichbar zu sein und entsprechend reagieren zu können. So liegen natürlich zwischen einem Sonnenbad im türkisblauen Meer und einem süffigen Apero an der Poolbar auch ein paar herzliche Grüsse an Freunde und Bekannte drin. Gratis! Mir hats auf jeden Fall Freude gemacht. Danke, Freunde! Übrigens: Dani wurde kürzlich 70…

Netbook

Ich habe einmal das Netbook im Swisscom Shop unter die Lupe genommen

Ich selber benutze privat einen Laptop mit recht grossem Bildschirm. Der steht meist auf meinem Büropult. Ab und zu nehme ich ihn, dank einer drahtlosen Internetverbindung, raus auf die Terrasse, um die frische Luft geniessen zu können. Ich musste mich aber nun gleich etwas schlau machen, was eigentlich ein Netbook ist. Diese Kategorie ist offenbar ein Mini-Notebook, das deutlich kleiner ist als das Format A4 (etwa 26 x 17 cm) und wiegt 1 kg.. Mein eigenes Notebook wiegt 3,5 kg, das würde ich nie und nimmer mit ins Fluggepäck mitnehmen, ich habe beim Einchecken sonst schon genügend Gewichtsprobleme (nebst meinem persönlichen „kosmetischen“ Übergewicht…). Ein Netbook hat eine normale Tastatur, der Compaq Mini beispielsweise ein 10-Zoll-LED-Display und eine 160 GB Festplatte. Damit kann man offenbar fast alles machen, was auch mit einem Notebook üblich ist. Und mit etwa 700 Franken scheint mir der Preis auch noch vernünftig zu sein, wenn man sich damit einen zusätzlichen Freiheitsgrad bescheren will.

Es würde mich und vielleicht auch andere noch wunder nehmen, was Blog-Lesende mit einem Netbook für Erfahrungen machen? Schreiben Sie es mir doch bitte kurz! Vielen Dank!

  1. Kommentiert von Fischer Alo am 17. Mai 2010, 15:07

    Seit gut einem halben Jahr bin ich auch Eigentümer eines Netbooks. Dies neben einem Laptop, der zuhause im Schlafzimmer auf einem Pult steht. Bei mir war es nicht der Wunsch, in den Ferien irgendwelche Grüsse zu verschicken, denn Ferien mache ich eigentlich selten. Nein, ich hatte das Bedürfnis, während meiner zahlreichen Einsätze als Volleyballfunktionär im Ausland die vielen umfangreichen Formulare nicht in gedruckter Form mitnehmen zu müssen und dann von Hand auszufüllen. Vielmehr habe ich jetzt diese Formulare auf einem Memorystick, fülle sie in der Halle aus und gebe den Stick den Organisatoren zum Ausdrucken. Denn der Europäische Verband will die Formulare meist sofort als Fax mit meiner Unterschrift. Da ist dieses Vorgehen äusserst praktisch. Dazu kommt noch, dass je nach Wettkampf die Formulare teilweise etwas verschieden und vor allem auch je mit einem unterschiedlichen Kopf versehen sind. Vorher konnte ich die notwendigen Formulare (teilweise 6 bis 8 Seiten lang) in meinem Büro beim Arbeitgeber ausdrucken, was eben nach der Pensionierung nicht mehr geht. Die notwendigen Reglemente habe ich immer noch in Papierform bei mir. Und das sind pro Wettkampfart sicher an die 100 Seiten. Ich habe solche Einsätze bei
    - Champions League
    - Übrige Europa Cups
    - Europameisterschaften Senioren
    - Europameisterschaften Junioren
    -Europa Liga
    Glücklicherweise sind die Formulare und Reglemente für je beide Geschlechter gleich, sonst würde sich die Zahl verdoppeln.
    Das Nachlesen der Reglemente auf dem Laptop oder dem Netbook werde ich wahrscheinlich nie machen, denn dies betrachte ich als viel zu mühselig.
    Aber ich habe jeweils während des Spiels das Netbook auf meinem Supervisor-Tisch, neben (oder vor) dem Bildschirm mit dem Elektronischen Matchblatt und gegebenenfalls dem Bildschirm, an welchem ich die TV-Übertragung zu kontrollieren habe. Wenn dies so weitergeht, werde ich wohl wegen der vielen Bildschirme vor mir in Zukunft das Spiel gar nicht mehr direkt sehen können!!

    Alo Fischer

  2. Kommentiert von Franz am 18. Mai 2010, 11:38

    Lieber Alo Fischer
    Also zuerst hatte ich fast ein bisschen Bedauern wegen Ihrer Bemerkung “Ferien mache ich eigentlich selten”. Aber dann sah ich sofort, dass Sie diese ja überhaupt nicht nötig haben, weil Sie als internationaler Volleyball-Supervisor offenbar häufig im Ausland unterwegs sind bei wichtigen Volleyball-Matches und -Events. Da wurde ich schon beinahe etwas neidisch ;-))
    Aber Spass beiseite. Vielen Dank für Ihren interessanten Bericht über Ihren persönlichen Einsatz eines Netbooks rund ums und im Matchgetümmel. Das scheint dabei ein sehr nützliches Gerät zu sein!
    Vielleicht berichten auch andere Bloglesende, wie sie ihr Netbook einsetzen, es gibt sicher viele Möglichkeiten. Mich hats auf jeden Fall “gluschtig” gemacht, eins zu beschaffen.
    Herzliche Grüsse
    Franz Haller

  3. Kommentiert von Andreas Bohner am 18. Mai 2010, 15:40

    Auch im Schweizer Tenniszirkus läuft ohne Internet nichts mehr. Resultate der Interclub Meisterschaft müssen alle online erfasst werden. Hunderte von Resultaten jedes Wochenende im Frühling in allen Regionen der Schweiz. Vor 10 Jahren setzte ich mich als Captain einer Seniorenmannschaft bei einem Kollegen zuhause ans Internet. Dann irgendwann zuhause an mein eigenes Gerät. Irgendwann hat man dann einen alten, lahmen PC im Clubhaus installiert. Heute mach ich das mit Netbook. Und wahrscheinlich schon sehr bald mit dem iPad!

  4. Kommentiert von PRichter am 3. Juni 2010, 15:03

    Der Stern der Netbooks scheint den Zenit in der Tat bereits überschritten zu haben:
    http://www.computerwelt.at/detailArticle.asp?a=128426&n=1&utm_source=CWNewsletter&UTM_medium=Newsletter
    Was aber mit Sicherheit gesagt werden kann ist, dass das mobile surfen weiter stark zunehmen wird. Mit welchem Endgerät auch immer.

  5. Kommentiert von Das iPad – ein Jumbo-iPhone? « Rundum Digital am 8. Juni 2010, 15:37

    [...] Vergleich mit dem Netbook, das ich vor kurzem im Blog noch so gelobt hatte, dürfte das iPad, das man auch Tablet-PC nennt, schon sehr bald auf der [...]

  6. Kommentiert von Meine Netbook-Erfahrung « Rundum Digital am 24. Juni 2010, 09:05

    [...] ich in meinem Blog am 12. Mai 2010 über begeisterte Erfahrungen von Freunden mit ihrem Netbook berichtete, konnte ich kürzlich selber ein Netbook mal für einige Stunden ausprobieren. Es war ein HP Mini [...]

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